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© by Eve Arnold, 1954 – Magnum Photos

Liebe Mitglieder der Literarischen Gesellschaft Ruhr, liebe Freundinnen und Freunde,
ein Jahr, das seit März von der Corona-Pandemie beherrscht wird, geht zu Ende: die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt konnten nicht stattfinden, Lesungen mußten abgesagt, Buch-Programme verschoben werden. Und jetzt, mitten in der zweiten Welle, die einen neuerlichen Lockdown erforderlich macht, ist ungewiß, wie es im nächsten Jahr weitergehen wird – und wann wieder Veranstaltungen werden stattfinden können.
Die Literarische Gesellschaft Ruhr, im Verein mit anderen Veranstaltern (Proust, Schreibheft u.a.), mußte seit März alle eigenen Veranstaltungen absagen (z.B. einen Samuel-Beckett-Abend, die Lesung mit Aris Fioretos, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung). Und auch die Lesung mit Monika Helfer, die vom Frühjahr in den November verschoben werden sollte, konnte nicht stattfinden. Zuverlässige Planungen waren unmöglich. Und digitale Veranstaltungen schienen uns kein adäquater Ersatz zu sein. Vor ein paar Tagen mußten wir leider auch den für Ende Januar 2021 verabredeten Abend mit Herta Müller im Museum Folkwang absagen bzw. auf einen noch unbestimmten Termin verschieben. Mit ihm, so hatten wir gehofft, sollte das neue Jahr beginnen.
Andere Initiativen, wie die Beschriftung des Parkhauses in der Akazienallee, mußten ebenfalls verschoben werden.
Wenn wir Ihnen dennoch gute Weihnachtsfeiertage und einen zuversichtlichen Übergang ins Neue Jahr wünschen, dann deshalb, weil wir hoffen, im nächsten Jahr, sobald als möglich, wieder weitermachen zu können. Interessante Autoren, die man einladen könnte, Bücher, die die Diskussion lohnen, gibt es trotz der Pandemie genug. Zur Zeit veröffentlichen die Verlage ihre vielversprechenden Frühjahrs-Programme.
Wir hoffen also.
Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir Sie wieder unterrichten. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute, auf daß Sie und Ihre Lieben gesund bleiben mögen.
Herzlich, Ihr Vorstand: Bozena Badura, Wolfgang Cziesla, Beate Scherzer, Susan Vollmer und Norbert Wehr