OXENBERG & BERNSTEIN

CATALIN MIHULEAC: OXENBERG & BERNSTEIN
Moderation und Übersetzung: Ernest Wichner
Lesung: Beate Scherzer

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy fängt an, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren. Sie stößt auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien gekommen ist. Als Einzige einer angesehenen Familie ist es ihr gelungen, das Progrom in Iasi und den Holocaust zu überleben. Im Wiener Rothschild-Hospital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht …
Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „… eine Auseinandersetzung mit der Geschichte, die man nicht vergessen wird: Nicht nur wird das gigantische Verbrechen am Beispiel eines weitgehend unbekannten Pogroms mit einer Anschaulichkeit geschildert, die man nur von den Größten kannte, von Primo Levi, Imre Kértesz, Jean Améry, Robert Antelme; es wird auch noch eine böse Skizze Rumäniens nach der Revolution von 1989 und all der gesellschaftlichen und kommerziellen Seltsamkeiten der Jahrzehnte seither geboten.“
Der Roman war für den Leipziger Buchpreis 2018 in der Kategorie Übersetzung nominiert.
Catalin Mihuleac, geb. 1960 in Iasi / Rumänien, wo er lebt; Schriftsteller und Journalist. Oxenberg & Bernstein, 2018, ist sein erster Roman auf Deutsch.
Ernest Wichner, geb. 1952 in Zabrani / Rumänien, lebt in Berlin; Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker. Er übersetzte u.a. Ana Blandiana, Mircea Cartarescu, Norman Manea und Gellu Naum.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

01. Juni 2018 von literadmin
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PRIX CONCOURT 2017

ÉRIK VUILLARD: DIE TAGESORDNUNG
Moderation: Norbert Wehr
Übersetzung: Serena L’hoest
Lesung: Gregor Henze

Donnerstag, 6. September 2018, 20.00 Uhr
Ort wird noch bekanntgegeben

Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz – kaum ein Name von Rang fehlte am 20. Februar 1933 bei dem von Adolf Hitler einberufenen Geheimtreffen im Reichtstagspräsidentenpalais. So beginnt der Lauf einer Geschichte, in der Éric Vuillard einen bild- und wortgewaltigen Blick in die Hinterzimmer der Macht gewährt, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird – damals und immer wieder …
LE MONDE über Vuillards Roman, der durch einen Besuch der Villa Hügel angeregt wurde: „Eine Erzählung, die Bilder und Mythen erschüttert, ein Text gegen die Nachgiebigkeit und Resignation sämtlicher Epochen – ein rasantes Buch, das trotz seiner Kürze eine enorme Reichweite hat.“
Érik Vuillard, geb. 1968 in Lyon, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt, wurde er u.a. mit dem Franz-Hessel-Preis und dem Prix Goncourt 2017 ausgezeichnet.
Buchveröffentlichungen in deutscher Übersetzung von Nicola Denis: Ballade vom Abendland (2014), Kongo (2015), Traurigkeit der Erde (2017), Die Tagesordnung (2018).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und Deutsch-Französischem Kulturzentrum Essen

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

01. Juni 2018 von literadmin
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SCHATTENFROH

MICHAEL LENTZ: SCHATTENFROH
Moderation: Jan Wilm

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Gartensaal, Kulturwissenschaftliches Institut

Was bedeutet der Tod des Vaters für das Leben? Wer war dieser Vater? Wer bin ich? Der Sohn sitzt in einer Zelle und schreibt um sein Leben. Sein Leben, das ist der Roman Schattenfroh. Nichts kann ihn retten, auch das eigene Erzählen nicht. Und doch muß genau davon erzählt werden: daß der Vater tot, das Ich unrettbar und die Heilsgeschichte eine gewaltige Lüge ist.
Wer Schattenfroh liest, der liest Gott und den Teufel, der liest die Liebe und den Tod, die Einsamkeit und den Schmerz und die Toten des Luftangriffs auf Düren am 16. November 1944, der liest Tinte und Weißraum, der liest die Schrift. Schattenfroh ist ein Roman und die Welt und das Leben. Tausend verzweifelte Seiten, die die Frage nicht beantworten, ob das Leben reparabel ist und uns das Erzählen heilen kann. Tausend manische Seiten des unmöglichen Abschieds vom Vater: so hermetisch wie kraftvoll, monumental und überwältigend …
Michael Lentz, geb. 1964 in Düren, lebt in Berlin und Leipzig. Schriftsteller, Lautpoet, Literaturwissenschaftler und Musiker. Buchveröffentlichungen, zuletzt u. a.: Muttersterben (2001), Liebeserklärung (2004), Tell me – Erzähle (2004), Pazifik Exil (2007), Offene Unruh. 100 Liebesgedichte (2010).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und Kulturwissenschaftlichem Institut Essen

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

01. Juni 2018 von literadmin
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