Veranstaltungen | Literarische Gesellschaft Ruhr e.V.

PRIX CONCOURT 2017

ÉRIK VUILLARD: DIE TAGESORDNUNG
Moderation: Norbert Wehr
Übersetzung: Serena L’hoest
Lesung: Gregor Henze

Donnerstag, 6. September 2018, 20.00 Uhr
Café Central, Grillo-Theater

Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz – kaum ein Name von Rang fehlte am 20. Februar 1933 bei dem von Adolf Hitler einberufenen Geheimtreffen im Reichtstagspräsidentenpalais. So beginnt der Lauf einer Geschichte, in der Éric Vuillard einen bild- und wortgewaltigen Blick in die Hinterzimmer der Macht gewährt, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird – damals und immer wieder …
LE MONDE über Vuillards Roman, der durch einen Besuch der Villa Hügel angeregt wurde: „Eine Erzählung, die Bilder und Mythen erschüttert, ein Text gegen die Nachgiebigkeit und Resignation sämtlicher Epochen – ein rasantes Buch, das trotz seiner Kürze eine enorme Reichweite hat.“
Érik Vuillard, geb. 1968 in Lyon, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt, wurde er u.a. mit dem Franz-Hessel-Preis und dem Prix Goncourt 2017 ausgezeichnet.
Buchveröffentlichungen in deutscher Übersetzung von Nicola Denis: Ballade vom Abendland (2014), Kongo (2015), Traurigkeit der Erde (2017), Die Tagesordnung (2018).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und Deutsch-Französischem Kulturzentrum Essen

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

01. Juni 2018 von literadmin
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SCHATTENFROH

MICHAEL LENTZ: SCHATTENFROH
Moderation: Jan Wilm

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Was bedeutet der Tod des Vaters für das Leben? Wer war dieser Vater? Wer bin ich? Der Sohn sitzt in einer Zelle und schreibt um sein Leben. Sein Leben, das ist der Roman Schattenfroh. Nichts kann ihn retten, auch das eigene Erzählen nicht. Und doch muß genau davon erzählt werden: daß der Vater tot, das Ich unrettbar und die Heilsgeschichte eine gewaltige Lüge ist.
Wer Schattenfroh liest, der liest Gott und den Teufel, der liest die Liebe und den Tod, die Einsamkeit und den Schmerz und die Toten des Luftangriffs auf Düren am 16. November 1944, der liest Tinte und Weißraum, der liest die Schrift. Schattenfroh ist ein Roman und die Welt und das Leben. Tausend verzweifelte Seiten, die die Frage nicht beantworten, ob das Leben reparabel ist und uns das Erzählen heilen kann. Tausend manische Seiten des unmöglichen Abschieds vom Vater: so hermetisch wie kraftvoll, monumental und überwältigend …
Michael Lentz, geb. 1964 in Düren, lebt in Berlin und Leipzig. Schriftsteller, Lautpoet, Literaturwissenschaftler und Musiker. Buchveröffentlichungen, zuletzt u. a.: Muttersterben (2001), Liebeserklärung (2004), Tell me – Erzähle (2004), Pazifik Exil (2007), Offene Unruh. 100 Liebesgedichte (2010).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und Kulturwissenschaftlichem Institut Essen

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

01. Juni 2018 von literadmin
Kategorien: Allgemein | Schreibe einen Kommentar