GEORGIEN

FREMDE LITERATURWELTEN? – DIE LITERATUR GEORGIENS
Manana Tandaschwili im Gespräch mit Bozena Badura

Montag, 1. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Café Central International im Grillo-Theater
Eintritt: 8,- Euro

Georgien ist ein faszinierendes Land, das seine Prägung sowohl dem Orient als auch dem Okzident verdankt.
Viele aus diesem Land stammende Schriftsteller sind aus dem deutschen Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken, etwa Nino Haratischwilli oder Giwi Margwelaschwili.
Doch die aktuelle georgische Literatur hat noch mehr zu bieten.
Bei der Auftaktveranstaltung zur Reihe “Fremde Literaturwelten?” ist Manana Tandaschwili zu Gast, eine georgische Sprachwissenschaftlerin, Kaukasiologin, Professorin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Gründerin des Georgischen Kulturforums in Frankfurt und renommierte Expertin für die Literatur Georgiens.
Im Zentrum des Gesprächs stehen Bücher von Nino Haratischwili (die mit ihrem neuen Buch am 10. November bei Proust zu Gast ist), Khatuna Tavdgiridze, Beka Adamashvili und Goderdzi Chokheli, also Werke von Autorinnen und Autoren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dadurch eine gute Übersicht über aktuelle Entwicklungen in der Literatur Georgiens liefern.

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

In der Reihe „Fremde Literaturwelten?“ wird im Gespräch mit einer Expertin bzw. einem Experten die Literatur und Kultur eines ausgewählten Landes vorgestellt, wobei im Fokus möglichst aktuelle und ins Deutsche übersetzte Bücher stehen.
Die Veranstaltungen werden von der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Proust zwei Mal im Jahr durchgeführt.

25. September 2018 von literadmin
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SCHATTENFROH

MICHAEL LENTZ: SCHATTENFROH
Moderation: Jan Wilm

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Was bedeutet der Tod des Vaters für das Leben? Wer war dieser Vater? Wer bin ich? Der Sohn sitzt in einer Zelle und schreibt um sein Leben. Sein Leben, das ist der Roman Schattenfroh. Nichts kann ihn retten, auch das eigene Erzählen nicht. Und doch muß genau davon erzählt werden: daß der Vater tot, das Ich unrettbar und die Heilsgeschichte eine gewaltige Lüge ist.
Wer Schattenfroh liest, der liest Gott und den Teufel, der liest die Liebe und den Tod, die Einsamkeit und den Schmerz und die Toten des Luftangriffs auf Düren am 16. November 1944, der liest Tinte und Weißraum, der liest die Schrift. Schattenfroh ist ein Roman und die Welt und das Leben. Tausend verzweifelte Seiten, die die Frage nicht beantworten, ob das Leben reparabel ist und uns das Erzählen heilen kann. Tausend manische Seiten des unmöglichen Abschieds vom Vater: so hermetisch wie kraftvoll, monumental und überwältigend …
Michael Lentz, geb. 1964 in Düren, lebt in Berlin und Leipzig. Schriftsteller, Lautpoet, Literaturwissenschaftler und Musiker. Buchveröffentlichungen, zuletzt u. a.: Muttersterben (2001), Liebeserklärung (2004), Tell me – Erzähle (2004), Pazifik Exil (2007), Offene Unruh. 100 Liebesgedichte (2010).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und Kulturwissenschaftlichem Institut Essen

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

11. September 2018 von literadmin
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GEISTERBAHN

URSULA KRECHEL: GEISTERBAHN
Moderation: Beate Scherzer

Donnerstag, 29. November 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Fast ein Jahrhundert umspannt der Bogen von Geisterbahn, mit dem Ursula Krechel fortsetzt, was sie mit Shanghai fern von wo und Landgericht begonnen hat.
Geisterbahn erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns. Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des Krieges, das weitgehend bruchlos in den Anfang der Bundesrepublik übergeht, haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage, jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Anna, das jüngste der Kinder, sitzt mit den Kindern anderer Eltern in einer Klasse. Wer wie überlebt hat, aus Zufall oder durch Geschick, danach fragt keiner. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit.
Mit großer Kunstfertigkeit und sprachlicher Eleganz erzählt Ursula Krechel davon, wie sich Geschichte in den Brüchen und Verheerungen spiegelt, die den Lebensgeschichten einzelner eingeschrieben sind. Auf einzigartige Weise schafft sie eine atmosphärische Dichte, in der vermeintlich Vergangenes auf bewegende und bedrängte Weise gegenwärtig wird.
Ursula Krechel, geb. 1947 in Trier, lebt in Berlin. Buchveröffentlichungen, zuletzt: Shanghai fern von wo (2008), Landgericht (2012), Geisterbahn (2018).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

11. September 2018 von literadmin
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