DAS FLOSS DER MEDUSA

FRANZOBEL: DAS FLOSS DER MEDUSA
Moderation: Beate Scherzer

Mittwoch, 21. Februar 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, läßt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt …
Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
Franzobel, geb. 1967 in Vöcklabruck, in Wien lebend, ist einer der populärsten und polarisierendsten österreichischen Schriftsteller. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas Born-Preis (2017).
Buchveröffentlichungen, zuletzt: Wiener Wunder (2014), Groschens Grab (2015), Das Floß der Medusa (2017)

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

16. Juni 2017 von literadmin
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DER BOXER

SZCZEPAN TWARDOCH: DER BOXER
Moderation und Übersetzung: Olaf Kühl

Freitag, 9. März 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen das Imperium Kaplicas in Bedrängnis; er kommt in Haft, als ihm ein politischer Mord angehängt wird. Im Schatten dieser Ereignisse bricht ein regelrechter Krieg der Unterwelt los. Jakub Shapiro muß die Dinge in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde wie Verräter vor, beginnt – aus Leidenschaft und Kalkül – eine fatale Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts, muß zugleich seine Frau und Kinder vor dem anschwellenden Hass schützen – und nimmt immer mehr die Rolle des Paten ein.
Der Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster, seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau: Der Boxer, ein Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern, ist ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.
Szczepan Twardoch, geboren 1979, in Pilchowice/Schlesien lebend, ist einer der herausragenden Autoren der polnischen Gegenwartsliteratur. Mit Morphin (2012) gelang ihm der Durchbruch, das Buch wurde mit dem Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet, Kritik und Leser waren begeistert. Für den ebenfalls hochgelobten Roman Drach wurden Twardoch und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

15. Juni 2017 von literadmin
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