LITERATUR: LITERATUR!

DER TRAUM DES BEOBACHTERS
Ein Abend zur Erinnerung an Wilhelm Genazino
Jan Bürger, Herausgeber der Werktagebücher,
im Gespräch mit Anja Hirsch und Norbert Wehr
Lesung: Jörg Hustiak (WDR)
Dienstag, 28. Februar 2023, 19.30 Uhr
LeseRaum in der Akazienallee, Essen

Seine Wohnung verließ Wilhelm Genazino nie ohne Stift und Papier. Alles, was sich in Worte fassen ließ, schrieb er auf. Der Traum des Beobachters, eine Auswahl bislang unbekannter Notizen, die posthum zum 80. Geburtstag erscheint, ist ein Schlüssel zu seinem Werk. Sie liest sich wie ein unendlicher Genazino-Roman.
Jahrzehntelang tippte Wilhelm Genazino seine Beobachtungen von unterwegs akribisch ab, aus Furcht, eines Tages könnte ihn das Schreiben selbst verlassen. Jedoch: „Die Zettel flüstern mit Anmut und Zuversicht: Morgen geht es weiter.“ Nie hätte er es für möglich gehalten, „dass diese läppischen kleinen Notizen den Kampf gegen Riesenängste aufnehmen und ihn dann und wann gewinnen“ könnten. So entstand ein „Materialcontainer“, in dem sich Leben und Fiktion, Ideen und Träume unauflöslich vermischen.
Die von Jan Bürger zusammen mit Friedhelm Marx herausgegebenen Aufzeichnungen zeigen ihn als verzweifelten Glückssucher, als hochsensiblen Zeitzeugen und funkelnden Aphoristiker. „Es ist ein großes Erlebnis, wenn das Vergnügen bis in die Details geht.“

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: € 10,- / erm. € 7,-

Eine Kooperation im Rahmen der Reihe LITERATUR: LITERATUR! der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V. mit Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und der Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

 

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SCHREIBHEFT, ZEITSCHRIFT FÜR LITERATUR

100. AUSGABE
Ein Abend mit Ingo Schulze, Frank Witzel und Norbert Wehr
Donnerstag, 16. März 2023, 19.30 Uhr
LeseRaum in der Akazienallee, Essen

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, 1977 aus einer Schreibwerkstatt der Essener Volkshochschule hervorgegangen, wird seit 1982 von Norbert Wehr herausgegeben.
Die Zeitschrift gilt, wegen ihrer Entdeckungslust, ihrer Vielsprachigkeit und ihrer Experimentierfreudigkeit, als eine der wichtigsten deutschsprachigen Literaturzeitschriften. 1998, anlässlich der 50. Ausgabe, erschien ein fünfbändiger Reprint im Verlag Zweitausendeins, Ende Februar kommt nun, im 46. Jahrgang, die 100. Ausgabe heraus.
Dieser Anlass soll gefeiert werden. Ingo Schulze spricht deshalb mit Norbert Wehr und mit Frank Witzel, der für die Jubiläumsausgabe exklusiv einen umfangreichen, erzählenden Essay über 100 vergessene, verkannte und verschollene Autoren geschrieben hat. Titel seines Essays: „Von aufgegebenen Autoren“

Beginn: 19.30 Uhr,
Eintritt: € 10,- / erm. € 7,-

Eine Kooperation im Rahmen der Reihe LITERATUR: LITERATUR! der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V. mit Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und der Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

05. Dezember 2018 von literadmin
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