Wie hoch die Wasser steigen

ANJA KAMPMANN: WIE HOCH DIE WASSER STEIGEN
Moderation: Norbert Wehr

Donnerstag, 17. Mai 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Nirgends ist man so isoliert wie weit draußen auf einer Ölplattform mitten im Meer. Der Bohrarbeiter Wenzel ist aus kleinen Verhältnissen aufgebrochen in die große Welt, er hat Jahre auf den Wassern gearbeitet. Wohin kann er noch zurück? Als sein Freund Matyás bei einem Unfall stirbt, begibt er sich widerwillig auf eine Reise, die ihn quer durch Europa führt.
Wenzel reist nach Ungarn, bringt die Sachen seines Freundes zur Familie. Und er beginnt sich zu erinnern: an die Enge, an die Zechensiedlung seiner Kindheit, an Milena, die er vor Jahren zurückgelassen hat. Und jetzt? Soll er einfach weiter auf die nächste Plattform? Vor der westafrikanischen Küste wirft er seine Arbeitskleider fort, bricht schließlich auf, mit einem alten Pick-up und einer Brieftaube, über die Alpen, von Italien in ein erloschenes Ruhrgebiet. Und je näher er seiner großen Liebe Milena kommt, desto offener scheint ihm, ob er noch einmal ankommen wird …
Helmut Böttiger in der Süddeutschen Zeitung: „Das Besondere an diesem Buch ist, daß es zugleich unbedingt im Heute und in einer nicht genau zu umreißenden, fernen Zeitlosigkeit spielt. Und es ist die Sprache, die aus hoch technisierten Abläufen und Ölbohrplattformen im offenen Meer und einer archaischen Existenz im Gebirge dieselben poetischen Funken schlagen kann. Wie bei allen literarischen Texten, die auch nach der Lektüre noch im Kopf bleiben, kommt es nicht so sehr auf die Handlung an, die sich nacherzählen läßt, sondern auf die Atmosphäre und die Worte, in denen und mit denen sie spielt.“
Anja Kampmann, geb. 1983 in Hamburg, lebt in Leipzig. Schriftstellerin. Buchveröffentlichungen: Proben von Stein und Licht ( 2016), Wie hoch die Wasser steigen (2018).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

06. März 2018 von literadmin
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OXENBERG & BERNSTEIN

CATALIN MIHULEAC: OXENBERG & BERNSTEIN
Moderation und Übersetzung: Ernest Wichner
Lesung: Beate Scherzer

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy fängt an, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren. Sie stößt auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien gekommen ist. Als Einzige einer angesehenen Familie ist es ihr gelungen, das Progrom in Iasi und den Holocaust zu überleben. Im Wiener Rothschild-Hospital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht …
Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „… eine Auseinandersetzung mit der Geschichte, die man nicht vergessen wird: Nicht nur wird das gigantische Verbrechen am Beispiel eines weitgehend unbekannten Progroms mit einer Anschaulichkeit geschildert, die man nur von den Größten kannte, von Primo Levi, Imre Kértesz, Jean Améry, Robert Antelme; es wird auch noch eine böse Skizze Rumäniens nach der Revolution von 1989 und all der gesellschaftlichen und kommerziellen Seltsamkeiten der Jahrzehnte seither geboten.“
Der Roman war für den Leipziger Buchpreis 2018 in der Kategorie Übersetzung nominiert.
Catalin Mihuleac, geb. 1960 in Iasi / Rumänien, wo er lebt; Schriftsteller und Journalist. Oxenberg & Bernstein, 2018, ist sein erster Roman auf Deutsch.
Ernest Wichner, geb. 1952 in Zabrani / Rumänien, lebt in Berlin; Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker. Er übersetzte u.a. Ana Blandiana, Mircea Cartarescu, Norman Manea und Gellu Naum.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung

05. März 2018 von literadmin
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