Nobelpreis für Literatur

ORHAN PAMUK: DIE ROTHAARIGE FRAU
Übersetzung und Lesung: Recai Hallaç
Moderation: Norbert Wehr

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 20.00 Uhr
Lichtburg, Essen

Der neue Roman des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk – eine klassische Geschichte von Liebe und Verrat.
Als er die Schauspielerin zum ersten Mal im Theaterzelt sieht, ist Cem nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat. Sie ist schön, ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer. Je mehr der Lehrling sich zu der Rothaarigen hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden ist. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem nach Istanbul. Jahrzehnte später kehrt er an jenen Brunnen zurück, wo er etwas Ungeheures entdeckt.
Orhan Pamuk erzählt mit klassischer Wucht eine Geschichte von Vätern und Söhnen, von Liebe und Verrat, von Schuld und Sühne in der Türkei, einem Land, das noch immer zwischen Tradition und Moderne zerrissen ist.
Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane erhielt er u.a. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2005) und den Nobelpreis für Literatur (2006). Pamuk, in seiner Heimat oft angefeindet, ist der erste türkische Schriftsteller, der die renommierte Auszeichnung erhielt. Das Nobelpreiskomitee lobte seine Vermittlerrolle zwischen Orient und Okzident. Pamuk lebt in Istanbul.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!,
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V., Literaturfestival Literatürk,
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, Buchhandlung Proust
und dem Projekt „Über Leben!“ des Literaturbüros Ruhr e.V.

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

18. Juni 2017 von literadmin
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Das sowjetische Jahrhundert

KARL SCHLÖGEL: DAS SOWJETISCHE JAHRHUNDERT
Archäologie einer untergegangenen Welt
Moderation: Marcel Siepmann

Mittwoch, 29. November 2017, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Der große Osteuropa-Historiker Karl Schlögel lädt mit seiner Archäologie des Kommunismus zu einer Neuvermessung der sowjetischen Welt ein. Wir wußten immer schon viel darüber, wie „das System“ funktioniert, weit weniger über die Routinen des Lebens in außergewöhnlichen Zeiten. Aber jedes Imperium hat seinen Sound, seinen Duft, seinen Rhythmus, der auch dann noch fortlebt, wenn das Reich aufgehört hat zu existieren. So entsteht, hundert Jahre nach der Revolution von 1917 und ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der Sowjetunion, das Panorama eines einzigartigen Imperiums, ohne das wir „die Zeit danach“, in der wir heute leben, nicht verstehen können.
Karl Schlögel ist dabei, wenn die Megabauten des Kommunismus eingeweiht und die Massengräber des Stalin’schen Terrors freigelegt werden. Er interessiert sich für Paraden der Macht ebenso sehr wie für die Rituale des Alltags, er erkundet die Weite des Eisenbahnlandes und die Enge der Gemeinschaftswohnung, in der Generationen von Sowjetmenschen ihr Leben zubrachten. Die Orte des Glücks und der kleinen Freiheit fehlen nicht: der Kulturpark, die Datscha, Ferien an der Roten Riviera. In allem – ob im Mobiliar, im Duft des Parfüms oder der Stimme des Radiosprechers – hat das „Zeitalter der Extreme“ seine Spur hinterlassen.
Karl Schlögel, geb. 1948, lebt in Berlin. Osteuropa-Historiker und Publizist. Buchveröffentlichungen, zuletzt u.a.: Der Russland-Reflex. Einsichten in eine Beziehungskrise (2015; mit Irina Scherbakowa), Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen (2015), Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt (2017).

Eine Veranstaltung von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,
Gesellschaft für deutsch-russische Begegnung Essen e.V.,

Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

18. Juni 2017 von literadmin
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Ingeborg Bachmann, Paul Celan

HELMUT BÖTTIGER: WIR SAGEN UNS DUNKLES
Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan
Moderation: Norbert Wehr

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20.00 Uhr
Buchhandlung Proust

Eine Liebesgeschichte, um die sich viele Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich als junge, noch unbekannte Lyriker im Frühling 1948 kennen, und ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gekennzeichnet war, dauerte bis Anfang der Sechzigerjahre, als beide schon längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählten. Kaum jemand wußte von der Nähe der beiden, und sie hielten es auch in der Tat nie lange miteinander aus – zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die gegenseitig zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben.
Helmut Böttiger legt die bislang erste umfassende Darstellung der Beziehung Bachmanns und Celans vor. Eine faszinierende psychologische Studie zweier herausragender Dichter, die gemeinsam um Worte rangen, einander brauchten und doch nicht miteinander leben konnten.
Helmut Böttiger, geb. 1956, einer der renommiertesten Literaturkritiker des Landes, lebt in Berlin. Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik (1996), Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik (2012), Preis der Leipziger Buchmesse (2013; in der Kategorie Sachbuch/Essayistik). Buchveröffentlichungen, u.a.: Celan am Meer (2006), Die Gruppe 47(2013), Wir sagen uns Dunkles. Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan (2017).

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

18. Juni 2017 von literadmin
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