LITERATUR: LITERATUR!

ANDREAS ISENSCHMID: DER ELEFANT IM RAUM.
PROUST UND DAS JÜDISCHE
Moderation: Norbert Wehr
Dienstag, 22. November 2022
LeseRaum in der Akzienallee, Essen

So wichtig das Jüdische für Proust stets war, lange Zeit schrieb er kaum darüber. Das änderte sich mit der Recherche – sie ist jüdisch von der ersten Zeile der Entwürfe bis zum letzten Zettelchen aus der Todesnacht. Marcel Proust hatte eine jüdische Mutter, einen katholischen Vater, war katholisch getauft, aber nicht gläubig. Erst als die Dreyfus-Affäre Frankreich über Jahre in Atem hielt, wurde ihm das wahre Ausmaß des Antisemitismus im Land bewusst.
In seinem brillant erzählten Essay zeigt Andreas Isenschmid, dass Marcel Prousts Großroman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit auch eine höchst differenzierte Geschichte dieser niemals ganz gelingenden Assimilation ist.
Andreas Isenschmid, geboren 1952 in Basel, lebt in Berlin. Literaturkritiker. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitungen (Weltwoche, Tages-Anzeiger, NZZ) ist er heute Mitarbeiter der ZEIT und von 3sat. Er war Juror beim Bachmannpreis und beim Deutschen Buchpreis. Buchveröffentlichung, zuletzt: Marcel Proust (2017).

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: € 10,- / erm. € 7,-

Eine Kooperation im Rahmen der Reihe LITERATUR: LITERATUR! der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V. mit Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und der Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung

 

 

05. Dezember 2018 von literadmin
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