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LITERATUR: LITERATUR!

Die Lesungen im ersten Halbjahr 2017: Am 18. Januar war der belgische Autor Mark Schaevers in Essen, um (moderiert von Julia Amslinger) über sein Buch Orgelmann. Felix Nussbaum – einer Malerleben zu sprechen. Einige Tage später, am 22. Januar, fand eine Reise der Literarischen Gesellschaft ins von Daniel Libeskind gebaute Felix Nussbaum-Museum in Osnabrück statt. Am 9. Februar war Heinz Feldmann zu Gast, der Übersetzer des englischen Schriftstellers Anthony Powell, dessen großer, zu Recht mit Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit verglichener Romanzyklus Ein Tanz zur Musik der Zeit gerade in Deutschland entdeckt wird. Lesung der deutschen Texte: Gregor Henze. Am 29. März ging es weiter mit Ulf Stolterfoht, der, im Gespräch mit Norbert Wehr, seinen Verlag BRUETERICH PRESS vorstellte, in dem zuletzt Das Eine, der aktuelle Band der diesjährigen Peter Huchel-Preisträgerin Orsolya Kalász erschienen ist. (Stolterfohts BRUETERICH PRESS ist innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Publikationsorte für zeitgenössische Dichtung geworden.) Es folgte am 30. Mai der Buchpreisträger des Jahres 2015, Frank Witzel (Autor des großartigen Romans Die Erfindung der Rote Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Jahr 1969), der an den Bochumer Schriftsteller Wolfgang Welt, Autor von Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe, erinnerte. Lesung zusammen mit Jörg Hustiak. Zur letzten Veranstaltung im ersten Halbjahr, am 29. Juni, war schließlich Nora Bossong in der Buchhandlung Proust, um, befragt von Norbert Wehr, über ihre Erkundungen im Rotlicht-Milieu zu berichten.

Für den Herbst 2017 sind mittlerweile alle Veranstaltungen verabredet: Am 14. September ein Abend mit der Leipziger Buchpreisträgerin Natascha Wodin über ihren Roman Sie kam aus Mariupol, am 19. Oktober ein Auftritt des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk aus Anlaß seines neuen Romans Die rothaarige Frau, am 29. November ein Gespräch mit dem Osteuropa-Historiker Karl Schlögel über sein Buch Das Sowjetische Jahrhundert und am 7. Dezember der Literaturkritiker Helmut Böttiger über die Beziehung von Ingeborg Bachmann und Paul Celan.