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LITERATUR: LITERATUR!

Unser Herbstprogramm 2018 hat am 6. September mit einem von Norbert Wehr moderierten Abend über Éric Vuillards Buch Die Tagesordnung begonnen.
Und so geht es weiter: Am 1. Oktober ist Manana Tandaschwili zu Gast, die, moderiert von Bozena Badura, über die Literatur Georgiens spricht. Am 30. Oktober diskutiert Jan Wilm mit Michael Lentz über dessen monumentales Requiem Schattenfroh. Und am 29. November kommt Ursula Krechel, um im Gespräch mit Beate Scherzer ihren neuen Roman Geisterbahn vorzustellen.

 

Die Literarische Gesellschaft Ruhr unterstützt:

TRANSATLANTIKDUETT – JOSHUA COHEN TRIFFT SINCLAIR LEWIS
Lesung und Diskussion mit Joshua Cohen, Moderation: Jan Wilm
Mittwoch, 21. November 2018, 20.00 Uhr
Gartensaal, Kulturwissenschaftliches Institut

Mit dem 1980 in New Jersey geborenen Autor Joshua Cohen (Buch der Zahlen, Vier neue Nachrichten) beginnt im Wintersemester 2018/2019 die neue KWI-Reihe Transatlantikduett. Sie bringt deutschsprachige und US-amerikanische Schriftstellerinnen und Schriftsteller ins Gespräch mit literarischen Einflüssen, richtungsweisenden oder kontroversen Kulturschaffenden und bietet Raum für Diskussionen zum transatlantischen Diskurs in populistischen Zeiten.
Manche Bestseller haben einen Zeitzünder: Vor über 80 Jahren erschien Sinclair Lewis’ Politsatire So etwas ist bei uns nicht möglich. Lewis beschreibt die Bedingungen und Umstände, die einen Protofaschisten zum Präsidenten der USA machen. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump im Jahr 2016 bekam der 1935 veröffentlichte Roman über Nacht etwas Prophetisches und wurde erneut zum Bestseller. Auch im deutschsprachigen Raum ist der erste Literaturnobelpreisträger der USA dieser Tage wieder in aller Munde und unter aller Leseaugen. Denn die Gesellschaftsschichten, denen Trump seinen Wahlerfolg verdankte, sind erkennbar im Personal von Lewis’ Babbitt und Main Street, den beiden großen Romanen des Autors, die jüngst in Neuübersetzungen in der Bibliothek Manesse erschienen. Wie weit führen solche Parallelisierungen und Analogien? Inwieweit tragen sie zum Verständnis der aktuellen politischen Lage bei? Nicht nur über solche Fragen, sondern auch über die Poetik und Ästhetik von Lewis’ Werk und über Sinclair Lewis als Einfluss einer jüngeren Generation von Schreibenden wird der Schriftsteller Joshua Cohen, einer der profiliertesten Kommentatoren der amerikanischen Gegenwartskultur, mit Jan Wilm sprechen.
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Ruhr